Auszug aus “Disruptive Affairs. Neue Denkansätze für Kommunikatoren im Zeitalter digitaler Transformation” www.disruptive-affairs.de

Der Laptop „klingelt“: Das Video-Telefonat mit Daniel Nathrath steht. Der CEO des disruptiven Berliner Medizin-Start-ups Ada grüßt uns aus seinem Büro in London. Der Jurist hat einen bunten Lebenslauf: Studium in Bonn, Houston, Barcelona und Chicago, Arbeit bei einem großen Consulting-Unternehmen, Geschäftsführer bei diversen, europaweit erfolgreichen Start-ups. Er ist Querdenker und Innovator mit Leib und Seele. Die digitale Transformation, sagt er, habe alle Bereiche unseres Alltags nachhaltig verändert – nur die Medizin noch nicht. Er ist angetreten, um das zu ändern.

Disruption bedeutet Fortschritt auf Speed

Daniel Nathrath stellte schon früh in seiner Karriere fest, dass eine Großkanzlei nichts für ihn ist. „Als ich 1995 in Houston das erste Mal ins Internet ging, war mir klar: Das will ich machen.“ Er legte seinen fachlichen Fokus auf Internetrecht und stürzte sich in die Welt der digitalen Start-ups. Nathrath bezeichnet sich selbst als Querdenker. Mit Disruption verbindet er zunächst einmal Innovation und Fortschritt – und zwar ohne künstliche Grenzen. „Disruption ist für mich Fortschritt auf Speed“, so Nathrath. Bestes Beispiel hierfür ist sein aktuelles Unternehmen Ada, das gerade dabei ist, eine ganze Branche zu verändern. Denn der Gesundheitsmarkt hängt bei der Digitalisierung immer noch hinterher. „Dafür kann es natürlich auch gute Gründe geben“, so Nathrath, doch Bequemlichkeit und Gewohnheit gehören für ihn nicht dazu. „Was das Gute ausbremst, gehört zerstört. Man kann ja nicht sagen: Nur damit jemand das weitermachen kann, was er immer gemacht hat, hält man den Fortschritt auf.“ Neue Technologien kompromisslos zum Wohle aller Menschen nutzen – das ist seine Vorstellung von Disruption im Gesundheitswesen.

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Ada Health CEO Daniel Nathrath, Quelle: Fabian Schröder

„Die Mühlen in Konzernen mahlen viel zu langsam. In einem Start-up hingegen ist man dazu verdammt, innovativ zu sein.“

Disruption braucht große Visionen

Mit seinem Unternehmen Ada arbeitet Nathrath bereits seit fünf Jahren an der Umsetzung einer großen Vision: „Unser Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung zu revolutionieren. Wir wollen die Möglichkeiten der Digitalisierung zum Wohl des Patienten und des Arztes optimal einsetzen.“ Das globale Gesundheitssystem stehe vor extremen Herausforderungen. Der Zugang zur Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten und Entwicklungsländern werde zum immer größeren weltweiten Problem. Zudem wachse das medizinische Wissen exponentiell und sei damit vom Menschen kaum noch erfassbar – die Genauigkeit von Diagnosen leide. Besonders seltene Krankheiten könnten oft nicht richtig diagnostiziert werden. Ada will sich diesen Herausforderungen stellen. „Wir alle haben heute Zugriff auf das weltweit verfügbare Wissen. Nur in der Medizin hängen wir noch sehr weit hinterher. Dabei haben digitale Technologien das Potenzial medizinisches Wissen überall, jederzeit und für jeden zugänglich sowie nutzbar zu machen“, so Nathrath. Große medizinische Datenbanken würden heute über 10.000 Krankheiten dokumentieren. Ein Hausarzt könne davon aber im Schnitt nur etwa 200 zum Zeitpunkt der Untersuchung präsent haben. „Es macht also großen Sinn, dass Ärzte digitale Tools zur Unterstützung hinzuziehen.“ Und ähnliches gelte auch für das private Umfeld: „Von den Leuten, die heute zum Arzt gehen, haben bereits 85 Prozent ihre Symptome vorher gegoogelt“. Wäre es da nicht gut, die Menschen mit zuverlässigeren und fachlich geprüften Informationen zu unterstützen? (…)

Wie Daniel Nathrath sein disruptives Geschäftsmodell glaubwürdig kommuniziert, steht im Buch “Disruptive Affairs. Neue Denkansätze für Kommunikatoren im Zeitalter digitaler Transformation”. www.disruptive-affairs.de

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